Ganzheitliche Psychotherapie München | Spirituelle Psychotherapie München

Spirituelle Krisen

 

Spirituelle Krisen sind Krisen mit religiösen-spirituellen Themen.

Sie lassen sich grob in zwei Kategorien unterteilen:
- die allgemeinen Sinnkrisen und
- die Krisen, die aufgrund von eigenen spirituellen Erfahrungen oder Praktiken entstanden sind. 

Sinnkrisen
Sinnkrisen können aufgrund einer materiellen und emotionalen Sättigung entstehen. Der Mensch kommt zum Schluss, dass er im Leben anscheinend viel erreicht hat (Karriere, Familie, Statussymbole) und trotzdem nicht glücklich ist. Hier sprechen wir auch von der typischen Mid-Life-Krise, die sich bis hin zu einer Depression entwickeln kann. Aber auch durch Schicksalsschläge, wie z. B. der Tod des Partners oder des Kindes kann das bisherige Werte- und Orientierungssystem im Leben grundsätzlich infrage gestellt werden und eine Sinnkrise auslösen. Diese geht oftmals mit einem Gefühl der Sinnlosigkeit und inneren Leere einher. Ebenso kann es schmerzhaft sein, wenn der Eindruck entsteht, dass man das bisherige Leben scheinbar auf einer Illusion aufgebaut hat, die jetzt wie ein Kartenhaus in sich zusammen fällt. Hier besteht die Herausforderung, sich und sein Leben neu auszurichten und eine neue, stimmigere Orientierung zu finden.

Krisen aufgrund spiritueller Erfahrungen
Spirituelle Krisen können aber auch aufgrund intensiver, tiefer spiritueller Erfahrungen ausgelöst werden:
Diese können tief berühren und erschüttern, den bisherigen Lebensentwurf und das Weltbild infrage stellen und zu einer allgemeinen Verunsicherung führen.
Sie können eine innere psychische Öffnung bewirken, in der unangenehme, Angst auslösende oder schmerzhafte Inhalte aus dem Unterbewusstsein ins Bewusstsein treten und den einzelnen überschwemmen und überfordern können. Unter Umständen kann dies Psychosen auslösen.
Sie können eine erhöhte Öffnung und Sensibilität für energetische Phänomene und außersinnlichen Erfahrungen bewirken, was zu Schwierigkeiten im Umgang mit der alltäglichen Welt und der Bewältigung des Alltages führen kann.
Die Abwehrreaktion der eigenen Persönlichkeit auf energetische Erfahrungen kann psychosomatische und energetische Symptome auslösen (Kundalini-Syndrom).
Spirituelle Erfahrungen können zur Sucht werden und somit zur Flucht, um anstehende Entwicklungsaufgaben und Herausforderungen im Leben zu umgehen.
Tiefe spirituelle Erfahrungen können zu einer Kluft zwischen spiritueller Orientierung und weltlichem Leben führen und somit zu einem unlösbaren inneren Konflikt werden.

Die Bedeutung der Persönlichkeitsstruktur
Die Interpretation, Verarbeitung und Integration spiritueller Erfahrungen geschieht immer auf dem Hintergrund der eigenen Persönlichkeitsstruktur und der biografischen Prägung.
Unsere Persönlichkeitsstruktur ist geprägt von unseren Erfahrungen, unserer Biografie und (frühkindlichen) Prägungen, dem Feld, in dem wir aufgewachsen sind und unseren persönlichen Abwehr-, Verdrängungs- und Bewältigungsmechanismen, die wir über viele Jahrzehnte hinweg gelernt, entwickelt und verfestigt haben.
Das heißt, dass das Streben nach intensiven, spirituellen Erfahrungen zum Beispiel durch eine Sucht- und Konsumstruktur motiviert sein kann, um bestimmte eigene unangenehme Gefühle oder Erfahrungen zu vermeiden.
Spirituelle Erfahrungen fallen also auf den Boden der eigenen Persönlichkeitsstruktur und werden dann von ihr aus verarbeitet und bestenfalls integriert. Im Idealfall erfährt die Persönlichkeitsstruktur dadurch selbst eine Transformation.

Symptome spiritueller Krisen
Können spirituelle Erfahrungen nicht verarbeitet und integriert werden so können beispielsweise folgende Symptome auftreten: erhöhte Sensibilität und Sensitivität, Energie- und Lichtphänomene, Änsgte, tiefe Traurigkeit, Sinnkrisen, das Gefühl Auseinanderzufallen, das Gefühl, neben sich zu stehen, ein Ringen mit der Welt, verschiedene körperliche Symptome oder das sog. Kundalini-Syndrom.
Auch Machtmissbrauch und Manipulation von Seiten des sogenannten spirituellen Lehrers oder der Gruppe können ein Auslöser für eine Krise sein. Diese Erfahrung gilt es dann aufzuarbeiten.

Eine kleine Zen-Geschichte
Ein Schüler kommt ganz aufgeregt zum Meister gerannt, „Meister, Meister ich habe ein Licht gesehen!“ und der Meister antwortet gelassen: „Ist nicht so schlimm, das geht vorüber.“

 

 

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