Aus- und Fortbildung in ‘Körper und tiefenpsychologisch orientierter Traumatherapie’

– basierend auf dem NARM-Ansatz

Online-Infoabende
zur Ausbildung in Körper- und tiefenpsychologisch-orientierte Traumatherapie

Zu diesen kostenlosen Infoabenden über Zoom sind alle, die sich für die Ausbildung interessieren herzlich eingeladen.

Wann:
Fr, 17.2.2023
Mi, 14.6.2023
Do, 5.10.2023
jeweils um 19 Uhr

Aus- und Fortbildung in:

Körper- und tiefenpsychologisch-orientierte Traumatherapie

>> der nächste Ausbildungszyklus startet am 3. November 2023 in Schloss Blumenthal, nähe Augsburg

Körper und Geist stehen in vielfältiger Wechselwirkung zueinander. Das können wir vor allem bei traumatischen Erfahrungen sehr deutlich sehen.
Unsere Erfahrungen, die wir als Kind mit unseren Bezugspersonen machen (Bindungserfahrungen) prägen unseren Körper und unsere Psyche: wir entwickeln Glaubenssätze über uns selbst und die Welt. Dabei können Entwicklungstraumata entstehen. Sie unterscheiden sich von Schocktraumata.

In dieser Aus- und Fortbildung geht es zum einen darum, die Zusammenhänge von Körper und Psyche in Bezug auf Schocktraumata und Entwicklungstraumata und deren Auswirkungen auf unsere Identität tiefer zu verstehen.
Zum anderen werden verschiedene Ansätze und Methoden vermittelt, die die Auflösung von Traumata und kindlichen Prägungen unterstützen.
Zentral dabei ist eine humanistisch-spirituelle Haltung, die Akzeptanz, Nicht-Anstrengung, offen-neugierige Erforschung und Mitgefühl bei dem Klienten, wie auch dem Therapeuten ermöglicht.

Darüber hinaus ist die Selbsterfahrung ein fester Bestandteil dieser Aus- und Fortbildung: Auf dem Hintergrund, dass TherapeutInnen KlientInnen am besten unterstützen können, wenn sie einerseits die Themen der KlientInnen mit ihren eigenen Erfahrungen in Beziehung setzen können und sie andererseits ihre eigenen Übertragungsdynamiken ein Stück weit geklärt haben.

Die Fortbildung vermittelt nicht nur therapeutische Werkzeuge, sondern lädt auch zu persönlichem Wachstum ein.

Inhalte sind unter anderem:

  • Was ist ein Trauma? Wie wirkt es sich auf den Körper und die Psyche aus? Welche Rolle spielt dabei das Nervensystem?
  • Was ist ein Schock- und was ist Entwicklungstrauma?
  • Wie können die ICD-10 Diagnosen, wie PTBS, Erschöpfungssyndrom, somatoforme Schmerzstörung, Depression, Angststörung, Zwänge, Dissoziation, Borderline-Störung, narzisstische Störung etc. auf dem Hintergrund von Trauma verstanden werden?
  • Was sind Prägung, Bindung, Objektbeziehung und innere Konflikte? Wie entstehen Glaubenssätze und Identifikationen und welche Auswirkungen haben sie auf unser Leben?
  • Die fünf Überlebensstrukturen nach Laurence Heller (NARM) und die Bedeutung von Schuld und Scham.
  • Systemische und transgenerationale Ursachen von Trauma.
  • Konkrete Ansätze, insbesondere aus dem NARM-Ansatz wie unter Einbeziehung des Körpers mit Traumareaktionen, sowie allgemein mit Überlebensstrategien gearbeitet werden kann.
  • Die Bedeutung von Gefühlen, Bedürfnissen und Impulsen und das konkrete Abeiten mit ihnen.
  • Die Bedeutung des Körpers für den psychotherapeutischen Prozess.
  • Die Arbeit mit kindlichen Anteilen
  • Die sechs Bausteine der therapeutischen Arbeit: Anliegen klären; offenes Erforschen; den Körper regulieren, entspannen und erden; Glaubenssätze, Identifikationen und innere Konflikte identifizieren; Entfaltung der Lebenskraft unterstützen; neue Erfahrungen verankern.
  • Fallstricke, Missverständnisse und Gegenübertragungen in der Traumaarbeit, sowie in der (psychotherapeutischen) Begleitung von Menschen.
  • Die zentrale innere Haltung: humanistisch-spirituell, die Akzeptanz, Nicht-Anstrengung, offen-neugieriges Erforschung, Mitgefühl und Selbstheilungskräfte bei dem Klienten, wie auch dem Therapeuten ermöglicht.
  • Achtsamkeitspraxis
  • Übungen in Kleingruppen, Selbsterfahrung, Demositzungen, Live-Supervision, Einzelsitzungen, Supervision
    außerdem: für jedes Modul ein ausführliches Skript, sowie Audioaufnahmen von jedem Modul

Hintergrund der Aus- und Fortbildung:
Diese Aus- und Fortbildung basiert in erster Linie auf dem NARM®-Ansatz  nach Laurence Heller; desweiteren fließen ein: Somatic Experiencing® (SE, Körperorientierte Traumatherapie, Peter Levine), Gestalttherapie, Tiefenpsychologie, Systemische Aufstellungsarbeit, Integrale Somatische Psychotherapie (ISP, Raja Selvam), Achtsamkeitspraxis, Transpersonale Psychologie, Yoga, Buddhistische Psychologie und Essenzarbeit – Diamond Approach (A. H. Almaas), sowie meinen eigenen, persönlichen und spirituellen Wachstumsprozesse.

Zielgruppe:
Menschen, die mit Patient*innen, Klient*innen oder anderen Menschen arbeiten und diese in ihrer Aufarbeitung von erfahrenen Traumata, sowie in ihrem persönlichen oder persönlich-spirituellen Wachstumsweg unterstützen.
Um nachhaltig von dieser Aus- und Fortbildung zu profitieren, ist es wichtig, ein konkretes und regelmäßiges Anwendungsfeld zu haben.
Wenn der Fokus in erster Linie auf dem eigenen persönlichen Wachstumsprozess liegt, dann ist alternativ das AgiL-Intensiv-Training zur persönlichen und spirituellen Entwicklung zu empfehlen.

Umfang:
27 Seminartage, die pro Tag ca. 8,5 Zeitstunden Unterricht beinhalten, einschließlich Achtsamkeits- und Körperpraxis, das entspricht insgesamt 306 UE.

Voraussetzung:

  • Studium der Psychologie, Pädagogik, Medizin, HeilpraktikerIn für Psychotherapie o. ä. oder eigens erarbeitetes Grundlagenwissen bezüglich ICD-10.
  • Erfahrung in der Arbeit und im Umgang mit Menschen im Bereich Psychotherapie, Medizin, Sozialpädagogik, Beratung, Körpertherapie, oder ähnlichem
  • Beantwortung des ausführlichen Fragebogens und gegebenfalls Rücksprache mit der Leitung

Anforderungen für das Zertifikat ‚Ausbildung in Körper- und tiefenpsychologisch orientierter Traumatherapie‘:

  • Teilnahme an allen Modulen, ggf. Nacharbeitung der fehlenden Module
  • 8 Einzel-Selbsterfahrungssitzungen, die zusätzlich gezahlt werden müssen
  • 8 Gruppen- oder Einzel-Supervisionssitzungen, die zusätzlich gezahlt werden müssen
  • selbstorganisiertes Üben in Kleingruppen plus Dokumentation
  • Transkribierung und Reflexion einer therapeutischen Sitzung
  • Abschlussarbeit und Präsentation eines eigenen Lernprojektes
  • empfehlenswert: regelmäßige Achtsamkeitspraxis und Körperarbeit

Neu! Empfehlung:
Da die Selbsterfahrung ein zentraler Baustein dieser Ausbildung ist, ist es empfehlenswert, vorher oder zeitgleich am AgiL-Intensiv-Training zur persönlichen und spirituellen Entwicklung teilzunehmen, um den persönlichen Entwicklungsprozess und das professionelle Lernen etwas zu entzerren.

Termine:
jeweils von Freitag, 18 Uhr (vorher optionales Abendessen) bis Sonntag, 16.30 Uhr.

2023:
3.-5.11.23
15.-17.12.23

2024:
3. WE: 26.-28.1.
4. WE: 29.2.-3.3. (von Do, 10 Uhr bis So, 16.30 Uhr)
5. WE: 19.-21.4.
6. WE: 14.-16.6.
7. WE: 12.-14.7. (wurde geändert!)
8. WE: 20.-22.9.
9. WE: 18.-20.10.
10. WE: 29.11. – 1.12.
11. WE: 17.-19.1.2025
12: WE: 20.-23.2.2025 (von Do, 18 Uhr bis So, 16.30 Uhr)

Kosten:
4.350,- €*,  Ratenzahlung möglich.
* Die Befreiung der Umsatzsteuer ist in der Beantragung.

Ort:
Seminarhaus Schloss Blumenthal, nähe Augsburg
Weitere Infos zu Unterkunft und Verpflegung auf der Anmeldeseite

Anmeldung & weitere Infos:
Erster Schritt: Bitte füllen Sie den folgenden Fragebogen aus und senden Sie ihn an Angelika Doerne.
>>> zum Fragebogen als pdf
>>> zum Fragebogenals docx > wird automatisch heruntergeladen

Zweiter Schritt: Erst (!) wenn Sie von Angelika Doerne eine positive Rückmeldung bekommen haben, melden Sie sich über das Anmeldeformular an.